Hallo alle zusammen!

Eigentlich war dieser Beitrag schon viel viel früher geplant, aber ja. (Ich glaube er sollte gleich die Woche vom 1. bis 4. Februar online gehen). Vom 12. bis 16. Februar war ich aber wieder wegen meiner Migräne völlig außer Gefecht gesetzt, wie ich im letzten Beitrag schon geschrieben hatte. Und wie ich auch schon einmal erwähnt hatte, brauche ich dann immer ewig lange um mich davon zu erholen und wieder zurück in meine täglichen Routinen zu finden.

Dieses Mal war das gar nicht anders! Mir geht es seit dem 17. Februar zwar schon wieder besser, aber ich musste natürlich sehen was ich denn als erstes abarbeiten muss, was ich durch die Woche mit Migräne liegen lassen musste. Und da viel mein erstes Augenmerk natürlich auf das weitere Arbeiten und Lesen zu meiner MA (Masterarbeit). Ich hinke zwar immer noch mächtig hinter meinem Zeitplan her, den ich letztes Jahr im September erstellt hatte, aber so ist das wohl, wenn man immer wieder meint „Ach, ist ja noch reichlich Zeit bis Mai“ oder „Heute lieber nicht, ich kann mich eh nicht konzentrieren und stöbere lieber bei Thalia, Dussmann KulturKaufhaus online Seite oder bei Amazon nach Büchern“, weil hey bis Mai ist es noch ewig lange hin.

So nun sitze ich mal wieder hier, Ende Februar und merke schon seit geraumer Zeit, dass die Zeit ja doch schneller vergeht als gedacht. Und ich doch noch mehr zu tun habe als gedacht hatte.

Momentan habe ich überhaupt keinen Plan was ich den lieben langen Tag mache. Mal lese ich, dann lasse ich mich hinreißen das schöne Wetter zu genießen, weil nach dem grauen und doch recht langem Winter hier in Deutschland muss man seine Vitamin-D Speicher ja wieder auffüllen. Und so geht das dann immer weiter. Ich habe auch keinen wirklichen Tagesrhythmus oder sonstiges, das muss ich leider zugeben. Ich versuche es zwar, aber ja. Es bleibt jedes Mal bei einem Versuch. Diesbezüglich glaube ich nicht das ich mich meinem Alter entsprechend verhalte. xD (Wenn es sowas gibt, was sich seinem Alter entsprechend zu verhalten genannt werden kann…).
Der Titel hat zweierlei Gründe. Der erste, so geht es mir jeden Tag, wenn ich denke es ist schon nach 12 Uhr mittags, da macht es keinen Sinn mehr mit dem lesen oder schreiben für die MA anzufangen. Und zweitens bin ich beim Googlen über Prokrastination auf diese Zusammenfassung zweier Studiengestolpert, die mich im großen und ganzen sehr an mich selbst und meine „Zustände“ erinnern. Viele werden jetzt sagen, das ist doch nur Aufschieben von wichtigen Dingen im Leben. Ganz so einfach ist es meiner Meinung nach nicht. Ich bin nicht faul, im Gegenteil. Ich produziere momentan recht viel, liebe das was ich studiere und stresse mich mehr als alles andere, dass es doch endlich vorwärts gehen soll. Aber dieses Gefühl, egal wie viel man macht oder wie sehr man sich anstrengt und im Endeffekt doch versagt oder nicht vorankommt, ist für mich seit einiger Zeit über alle Maße zermürbend. Ich habe regelrechte Angst davor mit der MA fertig zu werden und dann eventuell zu versagen.

Ich denke nicht, dass ich das mit der MA nicht schaffe, denn ich weiß das ich auch andere Hausarbeiten und Semesterarbeiten in den letzten Jahren gemeistert habe. Ich bin zwar immer vom schlimmsten ausgegangen und habe gedacht das ich wohl oder übel die Arbeit neu schreiben muss im nächsten Semester, aber dazu kam es nie. Im Gegenteil! Die Kurse und Semester vom Masterstudium, waren die besten meiner ganzen Studienzeit! Endlich konnte ich mich auf die Seminare konzentrieren auf die ich großen Wert gelegt habe und die mir Spaß machten; die Literaturkurse! Wir hatten zwar immer noch sprachwissenschaftliche Kurse, aber ganz ehrlich? Ich habe bei den Literaturkursen immer um die 110% gegeben, auch wenn ich immer erst auf den letzten Drücker mit der Hausarbeit oder sonstigem angefangen habe. Irgendwie habe ich es doch immer wieder ins Ziel geschafft und meine Erwartungen übertroffen. (Für meine Dozenten war das wohl nie der große Schock oder eine besonders große Überraschung, wenn sie mir erklärt haben warum ich denn gerade DIESE Note bekommen habe, und ich im ersten Moment nie wusste wie mir geschieht, denn schon vor Abgabe wusste ich doch, dass ich das Ganze im nächsten Semester neu schreiben konnte, weil ich doch durchgefallen war!)

Du denkst sicherlich, das ist doch weniger „Aufschieberitis“ und eher Versagensangst. Aber lasst es mich so sagen; ich schiebe Dinge systematisch auf, weil ich Angst habe zu versagen. Ich habe Angst das ich den Erwartungen die ich an mich selbst stelle nicht gerecht werde, oder den Erwartungen anderer. Das hat ein klein wenig damit zu tun, das ich sehr hohe Ansprüche an mich selbst habe und deswegen alles etwas zum Perfektionismus bei mir neigen muss. Entweder es wird zu 100% Perfekt und so wie ich es mir vorher schon ausgemalt habe oder es wird gar nichts. Ich glaube, dass kann man schon als Versagens- und Bewertungsangst beschreiben, oder?

Die Zusammenfassung zu der oder den Studien womit denn Prokrastination zusammenhängt und die ich weiter oben verlinkt habe ist sehr interessant. Ich muss auch gestehen das, mich das als ich es gelesen habe sehr getroffen hat. (Das klingt jetzt dramatischer als es ist.) Natürlich habe ich an dieser Studie nicht teilgenommen, aber ich finde mich doch in ihr wieder und erkenne einige meiner „Verhaltensmuster“ darin wieder. Natürlich kann ich durch diese Studie nicht auf mich schließen, aber ich erkenne mich in dem geschriebenem doch wieder.

Aber weiter im Text, nachdem ich dann etwas weiter gegoogelt habe, bin ich auch hierauf gestoßen: „9 Strategien gegen Versagensangst“
Da ich ja wie gesagt davon ausgehe, dass ich „nur“ aufschiebe weil ich Angst davor habe total zu versagen, will ich es mal mit diesen 9 Strategien versuchen. Wer weiß vielleicht finde ich noch andere oder widme mich diesen 9 und werde sehen ob ich etwas an meinem Verhalten ändern kann. 🙂

So und bevor das hier wieder ein verdammt langer Text wird (was es so oder so schon wieder ist), und ich dir eigentlich nicht wirklich etwas damit sage. Weil seien wir mal ehrlich? Ich weiß grad gar nicht was ich mit diesem Beitrag sagen wollte oder will. So ist es ja eigentlich mit allen meinen Beiträgen, aber ich finde der hier schießt den Vogel richtig ab, haha. Deswegen will ich dir mehr von meinem kleinen „Selbstmitleidsausbruch“ ersparen und widme mich anderen Dingen, wie z.B. meiner MA!

Ich verspreche dir, der nächste Beitrag wird ein passendes Ende zum Anfang haben und der Mittelteil wird den roten Faden von A nach B bringen. Nur manchmal ist es oder fühlt es sich gut an, wenn man solche Dinge einfach mal aufschreibt und sie mit jemandem teilt den man nicht kennt und auch wenn es das ganze Internet lesen kann stört es mich nicht, denn ich bin sicher ich bin mit diesem Problem nicht alleine und andere werden sicherlich ein ähnliches Problem haben. Wie du siehst, mache ich mir das Leben wohl selbst sehr schwierig, aber so bin ich halt und so war ich auch schon immer. Persönlich bin ich davon überzeugt das ich den Höhepunkt mit der Versagensangst letzten Sommer hatte, denn da hatte ich ja auch die ein oder andere Panikattacke und wusste zeitweise wirklich nicht mehr wo oben und unten war. Deswegen versuche ich dieser leichten Angst hier und jetzt entgegenzutreten und es erst gar nicht erst soweit kommen zu lassen, dass es neue Panikattacken geben wird und der Gleichen.

Passend zu dem Thema Prokrastination und Versagensangst, kommt demnächst eine kleine (sicherlich eher schlechte) Rezension von J.K. Rowlings „Was wichtig ist. Vom Nutzen des Scheiterns und der Kraft der Fantasie.“ Es ist kein Buch im eigentlichen Sinne, denn es ist eine Abschlussrede die sie 2008 an der Havard Universität gehalten hat vor Absolventen der Uni. Ich bin nur froh das ich als ich das Buch bei Thalia entdeckt habe mitgenommen habe (auch wenn es recht teuer war für die paar Seiten, aber was soll’s).

Noch dazu habe ich sieben weitere Beiträge in den Entwürfen, die dann so nach und nach geschrieben werden und online gehen! Ich weiß ich würde mir eine Menge Zeit sparen, wenn ich einige Beiträge vorschreiben würde, aber das liegt mir nicht. Ich mag es nicht Beiträge vorzuschreiben und sie dann in die Warteschleife zu packen. Ich schreibe lieber spontan, mit dem was mir gerade durch den Kopf geht, auch wenn ich dann hier und da gewaltig vom Thema abschweife während ich schreibe. Nur ist es genau das was ich brauche! Genug Strukturen an die ich mich halten muss habe ich schon in meiner MA, da brauche ich sie hier nicht auch noch.

 

So jetzt aber genug, wenn ich doch nur so viel für die MA am Stück schreiben könnte wie für die Beiträge immer, haha.

Ich wünsche dir einen schönen Freitag und toi toi, bald ist der letzte Tag der Arbeitswoche um und dann kann man mal für zwei Tage die Beine hochlegen! 😉

~ Deine kleine Wasserhexe

Photo byShianne Moraleson Unsplash

5 thoughts on “Aber morgen fang‘ ich wirklich an!”

  1. Was bin ich froh, dass ich es geschafft habe nach Jahren meine Bachelorarbeit abzugeben! Ich war in dieser Zeit schon lange arbeitstätig und hatte das gleiche Problem wie Du. Versagensangst, Perfektionismus und Ablenkung durchs Internet. Am besten Du stellst Dir eine Uhr. Eine halbe Stunde täglich Recherche und Schreibarbeit. Sollst mal sehen, wie Du vorwärts kommst! Alles Gute!

    1. Vielen lieben Dank! Haha, ja ich war damals auch heil froh als ich endlich die Bachelorarbeit abgegeben hatte. Und Hut ab das du es trotz Arbeit und allem geschafft hast! Ich hatte schon alleine mit der BA genug zutun.
      Mit Uhr stellen und allem, habe ich schon durch. Geholfen hat es nicht wirklich, aber ich werde dem ganzen noch einmal eine Chance geben am Wochenende. 🙂

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