Da mein Hirn heute irgendwie nicht zu Gegen ist, oder einfach nur zu faul ist um mit mir zu arbeiten. Ich hab’s schon mit einem Spaziergang und einer zehn Minütigen Meditation versucht, aber irgendwie kann ich keine Verbindung zum „Oberstübchen“ herstellen. Deswegen melde ich mich mal wieder und lasse dich wissen, dass es mich auch nicht gibt und ich eigentlich nichts neues zu erzählen habe, haha.

Aber erst einmal, Hallo zusammen!
Ich hoffe du hattest eine schöne, entspannte Woche, wenn nicht hoffe ich wenigstens dein Wochenende wird bombastisch.

Du wirst jetzt bestimmt sagen, setzt dich einfach an den Pc und hau in die Tasten, irgendwann kommst du schon in die richtige „Lern‘ Stimmung“. So einfach ist es dann leider doch nicht. Egal was andere sagen oder mir weismachen wollen, wenn ich seit Stunden (ich übertreibe nicht) vor dem Pc sitze und die zwei Sätze die ich in der Zeit, Gottseidank auf’s Blatt bekommen habe hin und her schiebe, wieder lösche oder sie neu Formuliere, dann ist das für mich keine Faulheit, sondern einfach nur eine Schreibblockade. Und glaub mir die gibt es, auch wenn man motiviert ist und Schreiben will! Ich verspüre weder Unlust noch bin ich zu bequem, oder abgelenkt das ich nicht zum Schreiben komme. Ich weiß, einige werden hier jetzt sagen „Aber, Schreibblockaden gibt es nicht, das spielt sich alles nur in deinem Kopf ab“ und kommen mit tausend tollen Lösungen und Dingen die du machen solltest oder auch nicht um einfach nur zu schreiben und zu produzieren.

Ich persönlich mag solche Verallgemeinerungen nicht! Nur weil es bei einem selbst funktioniert, sich hinzusetzten und einfach drauflos zuschreiben, bedeutet das nicht das es bei allen anderen auch zutrifft oder funktioniert. Momentan setzte ich mich nicht einmal unter Druck um etwas für meine MA zustande zu bringen. Wirklich wahr! Ich habe die letzten zwei Wochen so genommen wie sie kamen. Konnte ich Schreiben war das super, und das Gefühl etwas produziert zu haben war einfach unbeschreiblich. Und dann gab es einige Tage an denen gar nichts ging. Und ganz ehrlich? Was soll’s, halb so wild! An den Tagen an denen es wirklich nicht lief, habe ich einfach alles stehen und liegen lassen und habe mich um alltägliche Dinge gekümmert; Kleiderschrank sortieren, sauber machen und einfach mal wieder in der Küche stehen und etwas Leckeres zum Mittag kochen! Entweder fingen meine Finger dann von selbst an zu Schreiben oder ich hab‘ mir ohne darüber nachzudenken ein Buch für die MA genommen und Dinge notiert die ich im Text verwenden kann, oder aber es ging eben nicht und ich hab‘ erst am nächsten Tag weitergemacht. Und am Tag nach dem „Nichts tun“ ging das Schreiben wie von selbst.

Natürlich habe ich Zeitdruck, meine MA muss am 15. Mai um 13 Uhr abgegeben werden und ich bin nicht einmal annähernd soweit wie ich sein wollte, aber ich habe mitbekommen, dass es mir nichts nützt, wenn ich mich selbst unter Druck setzte, denn dann mache ich mich nur selbst fertig und putze mich runter, dass ich gleich alles für die nächsten Wochen stehen und liegen lasse.

Nachdem ich letztens wieder einmal einen persönlichen Tiefpunkt erreicht hatte, weil ich mich wieder selbst fertig gemacht habe, habe ich angefangen etwas mehr auf mich und die „Warnsignale“ zu hören die mir mein Körper mitteilt. 🙂 Dadurch bin ich entspannter geworden und wenn ich schreibe, schreibe ich nicht nur 5 Sätze die ich am nächsten Tag eh wieder lösche, weil sie absoluter Schrott sind. Ich schreibe einen oder zwei ganze Absätze fertig, die am nächsten Tag nur leicht überarbeitet werden müssen.

Ich bin zwar hart im Nehmen, das war ich schon immer. Ich kann viel einstecken, wenn es von „außerhalb“ kommt. Also wenn mir Leute etwas vorwerfen oder was auch immer an den Kopf werfen. Man kann also sagen, ich war schon immer „immun“ gegen Dinge die mir Leute an den Kopf geworfen haben. Bei Freunden und Familie ganz besonders und erst recht bei Leuten die ich so gut wie gar nicht kannte. Mein größter Feind war schon immer ich selber und wird er auch sicherlich bis ans Ende meiner Tage bleiben. Ich mache mich gern selbst kleiner als ich bin, gebe mir für alles die Schuld auch wenn ich nichts damit zu tun habe oder dafür kann/konnte. Und glaub mir, diese negativen Gedanken über einen selbst machen einen krank. Sie sind wie Gift für Körper und Seele und irgendwann glaubt man selber daran.

Und da ich mich seit September letzten Jahres eh leicht fühle wie der größte Versager der Geschichte oder zumindest der meines Umfeldes, habe ich vor ein oder zwei Wochen die Reißleine gezogen und schenke mir jeden Morgen, wenn ich vor dem Spiegel stehe selbst ein lächeln, weil es sonst sehr wenige gibt die mir eins schenken. Und es hilft. Anfangs war es zwar komisch und ich habe mich gefühlt wie der größte Depp. Wer steht schon vor dem Spiegel und lächelt sich selbst an? Aber es hilft und so langsam aber sicher fühle ich mich wieder wohl in meiner Haut. Und so soll es auch bleiben, deswegen schreibe ich, wenn es geht und hab‘ danach einen Höhenflug der bis zum nächsten Tag anhält. Und das ist super. Aber auch wenn es mal einen Tag nicht geht (so wie diesen Dienstag und heute) ist das noch lange kein Hals- und Beinbruch und noch lange kein Grund mich selbst in die Schuldgefühle zu prügeln.

Eigentlich mag ich es nicht aber; YOLO (You only live once)! Also was soll’s! Stress hilft keinem und ein befinden wie ein geprügelter Hund auch nicht. Deswegen lieber einmal mehr ein paar Gurkenscheiben aufs Gesicht legen und entspannen und vor allem sich sammeln.

Hier übrigens noch ein interessanter Artikel zu den Worten ‚Hakuna Matata‘ und was es bedeutet. Um zu dem Artikel zu gelangen bitte HIER klicken. Dort steht nämlich, dass ‚Matata‘ in einem anderen Kontext auch für Streitigkeiten oder Teufelskreis stehen kann. Und das hat mich sehr inspiriert! Denn ich habe mich wirklich lange gefühlt als würde ich mich immer und immer wieder im Kreis drehen ohne Aussicht auf Verbesserungen/Veränderungen.

Sonst hoffe ich geht es dir gut und du bist nicht enttäuscht das es wieder nur so ein, ja keine Ahnung, ein Beitrag über meine Probleme, mein Innenleben oder wie man es sonst nennen will ist. Aber es ist in den letzten Tagen nicht wirklich viel passiert, außer das ich dieses Thema immer wieder in meinem Kopf rumgeistern hörte. Und es heißt ja „besser raus als rein“, also raus mit den fiesen Gedanken aus dem Kopf und rein mit dem positiven Dingen!

Ansonsten sage ich mal bis demnächst, ich denke mal an den Ostertagen werde ich etwas präsenter sein und vielleicht auch endlich mal meine Beiträge in den Entwürfen abarbeiten können. 🙂

~ Deine kleine Wasserhexe

Photo by Luis Alfonso Orellana on Unsplash

6 thoughts on “„Hakuna Matata, gilt stets als modern.“”

    1. Ups, jetzt hatte ich dein Kommentar versehentlich als Spam markiert. Es ist zu früh am Morgen für einen Samstag, na egal.

      Ich kann dich da sehr gut verstehen Steffi! Ich hatte mir nach dem Bachelor auch ein Jahr „Auszeit“ genommen, bevor ich dann mit dem Master anfing und letzte Woche hatte ich auch immer wieder die Frage im Kopf; „Warum tust du dir das an?!“ xD Ich wusste zwar das es nicht so „einfach“ werden würde wie mit dem Bachelor aber ja. Vielleicht habe ich meinen Betreuer auch zu wenig „in Anspruch“ genommen für den Master. In Norwegen war der Bachelor nur eine etwas längere und bessere Hausarbeit am Ende des Semesters, da mein Studium da oben ja nicht Germanistik, sonder „Deutsch als Fremdsprache“ heißt und sie dadurch andere Ansprüchen für den Bachelor hatten. Deswegen fand ich den recht „leicht“ und einfach zu schreiben und hab den Aufwand dann dadurch vielleicht etwas unterschätzt. Und glaub mir, nochmal würde ich keine Masterarbeit schreiben, die Kurse okay, aber die Arbeit an sich ist die Hölle! xD (Das klingt jetzt sehr ermutigend …)

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        1. Leider nicht, aber ich bin lieber ehrlich als wenn ich dir sage „Das ist alles das reinste Honig schlecken“, haha. Das finde ich hilft ja auch nicht und gibt ein schlechtes Bild ab, denn ich habe noch nie einen Studenten getroffen der gesagt hat; „Masterarbeit? War voll easy!“

          Wer weiß vielleicht würde es dir auch anders gehen, ich bin da immer jemand der sich alleine Durchboxen will und Hilfe von anderen erst in aller letzter Sekunde annimmt (sprich den Betreuer um Rat und Hilfe fragen). Und meine schlimmste Angewohnheit wird wohl sein, dass ich erst so richtig gut unter Druck arbeiten kann. Das muss ja bei dir nichts so sein! 😉

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