Eure Meinung ist gefragt, Gedankengangeintrag, Persönliches

Ihr, du oder sie?

Hallo und einen guten Morgen!

Heute ist schon Freitag und ich hänge glatte 1-2 Beiträge hinterher. (Ich wollte eigentlich drei diese Woche online stellen, aber ja, die Woche ist ja zum Glück noch nicht zu Ende!)

Das Thema über das ich jetzt schreibe sollte eigentlich schon im Februar online gehen, ich habe es bis jetzt nur nicht geschafft oder wollte mich auch irgendwie nie damit beschäftigen. Deswegen wird es auch jetzt eher noch ein kleiner Eintrag so zwischendurch werden. Und trotzdem hoffe ich es kann etwas anregen. 🙂

Das Ganze fing wie du weißt beim Vorletzten Eintrag an, ich fing an aus „euch“, ein „du“ zu machen! Und wie du sicherlich auch noch weißt hatte ich im Februar am 28-Tage-Content teilgenommen der von Anna Koschinski ins Leben gerufen wurde, die Facebookgruppe gibt es immer noch, auch wenn unter anderem Namen aber sie läuft aufs Gleiche hinaus! 🙂
Am 12. postete Anna einen Post in der Gruppe (wie einfallsreich, postete Anna einen Post, egal.); „Zeig doch mal deine über mich Seite“ gesagt getan! Ich habe auch prompt Feedback bekommen, da ich meine Über-Mich-Seite doch etwas lang finde und sicherlich hier und da etwas kürzen könnte, aber das worauf ich noch mehr Feedback bekam war die Anrede! Anna hatte schon vorher immer mal geschrieben (so von sich aus und bei anderen), dass wenn man jemanden im Internet anspricht, man doch eher zum „du/Du“ greifen sollte als „euch/Euch“. Warum? Ganz einfach, du als Leser meines Blogs sitzt höchst wahrscheinlich, zu 90% wenn du liest alleine vor dem Computer, Smartphone, Tablet und was es alles gibt. Macht Sinn, dass man dich da, mit du anredet und nicht mir euch. (Ich gebe ehrlich zu das ich sowas schon mal in den Medien- und Kommunikationsklasse hatte, wo es um Blog und der gleichen ging. Aber das ist ja doch schon eine Weile her… Tolle Ausrede, haha.)

Also, wollte ich, da ich von Anna und einer anderen lieben Mitstreiterin aus der Gruppe, das gleich Feedback bekam, das Wechseln von „euch“ auf „du“ mal ausprobieren. Probieren geht ja bekanntlich über studieren, haha. Es ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, da ich es anfangs und jetzt eigentlich auch immer noch etwas komisch finde „du“ zu schreiben. Persönlich finde ich es auch etwas „künstlich“ und irgendwie auch „unpersönlich“ beim Schreiben und macht mir auch eher weniger Spaß. Das „ihr“ macht mehr Spaß. Und trotzdem wollte ich es mal versuchen, da Anna ja recht hat, der Leser oder die Leserin sitzt ALLEINE vor dem Bildschirm und liest, sieht sich auf dem Blog um und der Gleichen, also warum nicht auch das Gefühl vermitteln ich spreche den Einzelnen an und nicht das „Kollektiv“, sprich die gesamte Leserschaft!

Und jetzt wo ich so ein bisschen darüber nachdenke, gefällt mir das „du“ auch recht gut, ich habe das Gefühl, dass wenn jemand meine Einträge liest er/sie sich einzeln angesprochen fühlt und es vielleicht angenehmer zu lesen ist. Ich weiß und folge selber vielen Blogs die „euch“ schreiben, was ja an sich nicht falsch ist, nur jetzt nachdem ich mir ein paar Gedanken gemacht habe zu dem Thema, hört es sich immer so an als wollten sie alle Follower auf einmal ansprechen. Das ist natürlich auch nicht falsch, aber wie schon zweimal gesagt, wenn jemand liest, sitzt er alleine vor dem Bildschirm und der Zufall das zwei oder drei Leute in verschiedenen Städten des Landes den Blog /Blogeintrag zur gleichen Zeit ist doch etwas gering… Denke ich. (Ich red‘ mich grad um Kopf und Kragen und hab nicht wirklich irgendwelche tollen Argumente… xD)

Um noch etwas anders „auszuholen“ finde ich es auch okay, auf persönlichen Blogs (so wie meinem) mit „du“ zu arbeiten. Ich benutze auch das kleine „du“, denn das andere hört sich oder liest sich wieder so förmlich und baut Distanz auf. Ich spreche dich zwar persönlich an, aber ich für meinen Teil finde wie gesagt, das wenn ich das Anredepronomen großschreibe, es distanzierter klingt. Etwas anderes wäre es, wenn ich einen Job bezogenen Blog schreiben würde! Da würde ich je nachdem wer meine Kunden sind oder sein sollen auch mit „Sie“ arbeiten oder im späteren Verlauf das große „Du“ verwenden, aber da ist es halt Job bezogen, man soll seriös rüberkommen und ein anderes Verhältnis mit den Kunden Aufbauen als mit Lesern eines persönlichen Blogs.

Im norwegischen wurde auch alles klein geschrieben und jeder mit „du“ angesprochen, na ja fast alle. (Ich glaube bis auf die königlichen Herrschaften, wurde jeder mit du angesprochen.) Aber wenn man selbst seine Dozenten duzt und mit dem Vornamen anspricht, wirkt das für mich „formellere“ Du, mit großen D, befremdlich. Ich für meinen Teil finde das große „Du“, kann zwar auch gut reinpassen und benutzt werden, aber hält mich doch auf Distanz und für meinen Teil passt es eher in eine geschäftliche Beziehung in der man sich auf das du geeinigt hat; Beispiel dem Chef oder Vorgesetztem. Da würde ich persönlich zum „Du“ übergehen an Stelle von „du“. Einfach um dennoch einen gewissen Abstand zum Chef zu haben usw.

Aber wie gesagt das ist jedem selbst überlassen welche Form er in seinem Blog benutzt. Ich bleibe beim „alles kleinschreiben, dass macht es für mich einfacher“, denn auch wenn ich Germanistikstudentin bin, ich kann so gar nicht mit der deutschen Rechtschreibung! xD Schon gar nicht mit den ganzen Regeln und ausnahmen der Regeln, jenes hier und dieses dort, da gehört ein Komma hin und da nicht. Die Norweger sind da etwas „spontaner“, wenn dir da eine Pause im Satz gefällt, mach ein Komma, Wörter (außer Eigennamen) großschreiben? Gibt’s nicht! Wir schreiben alles klein! Deswegen fühle ich mich immer so alt, wenn man mich in Deutschland mit Sie anspricht… Ich werde zwar nächste Woche 27 Jahre alt, aber muss man mich da duzen? Obwohl, ich musste vor Weihnachten letztes Jahr als ich eine Schachtel Mon Cheri gekauft hatte meinen Ausweis zeigen, da die freundliche Kassiererin dachte ich sei unter 18. Und sie war recht erstaunt als dann 1991 als Geburtsjahr stand, haha. Also es geht auch völlig anders, aber das ist ein anderes Thema!

Gut, ich schweife schon wieder ab. Das war so nicht geplant. Der ganze Text sollte eigentlich etwas kürzer werden, aber sich kurzfassen ist nicht so ganz meins wie du ja mittlerweile schon weißt, haha.

Ansonsten? Wie sprichst du deine Leser/In an? Ganz einfach mit du, oder euch, oder vielleicht sogar sie? Machst du einen Unterschied zwischen „Arbeit- und Freizeitbloggen“? Welche Anrede findest du persönlich sympathischer? Irgendwelche Iddeen oder Anregungen zu diesem Thema? 🙂 Wenn ja, würde ich mich gerne freuen wenn du ein paar Worte schreiben würdest, ich finde es immer interessant die Meinung anderer zu den Themen zu hören. 🙂

Gut, das wars dann auch endlich mal wieder von mir.
Ich wünsche dir noch einen wunderschönen (hoffentlich) sonnigen Tag und einen guten Start ins Wochenende!

~ Deine kleine Wasserhexe

 

Photo by sydney Rae on Unsplash

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