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Titel: Der Schrecksenmeister
Autor & Illustrator: Walter Moers
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 01.04.2009
Seitenzahl: 384

In Sledwaya, der ungesundesten Stadt Zamoniens, ist Echo, das hochbegabte Krätzchen, nach dem Tod seines Frauchens in allergrößte Schwierigkeiten geraten. Es ist gezwungen. mit dem Schrecksenmeister Succubius Eißpin einen verhängnisvollen Vertrag zu schließen. Dieser gibt Eißpin das Recht, die Kratze beim nächsten Vollmond zu töten und ihr das Fett auszukochen. Als Gegenleistung muss Eißpin Echo bis dahin auf höchstem kulinarischem Niveau durchfüttern. Doch der Schrecksenmeister Eißpin hat nicht mit dem Überlebenswillen und dem Erfindungsreichtung des Krätzchens gerechnet – vor allem nicht mit dessen Freunden, den Grübelnden Eiern, dem Goldenen Eichhörnchen, Fjodor F. Fjodor, dem Einäugigen Schuhu, dem Gekochten Gespenst und Inazea Anazazi, der letzten Schreckse vorm Sledwaya.


Der Schrecksenmeister. Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien, ist ein typischer Moers Roman. Wie der „Untertitel“ schon sagt handelt die Geschichte wieder in Zamonien. Diesmal aber in einer etwas anderen Stadt. Sledwaya ist die krankeste Stadt ganz Zamoniens. Hier Leben die Menschen tagtäglich mit Krankheiten jeder Art zusammen und fürchten diese auch. Woher und wie die Krankheiten nach Sledwaya kommen? Niemand kann es so wirklich sagen, aber das ist auch nicht wirklich von Belangen.

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Denn die Geschichte handelt vom kleinen Echo. Einem Krätzchen, nein ich habe mich nicht verschrieben, dem vor einiger Zeit sein erstes großes Unglück wiederfuhr – Sein Frauchen starb und ließ ihn allein zurück. Aus waren die Zeiten des Guten und regelmäßigen Essens und den wohlbehütenden Tagen. Also Echo dem Schrecksenmeister Succubius Eißpin begegnet ist er dem Tode nahe. Und auch nur aus diesem Grund, und weil der Schrecksenmeister ihm die leckersten Köstlichkeiten versprochen hatte ging er einen Deal mit diesem Kerl ein. An und für sich hört sich das doch gar nicht SO verkehrt an, oder? Gäbe es da nur nicht den Haken, dass Echo einwilligt der Schrecksenmeister dürfe ihn beim nächsten Vollmond umbringen.

In diesem Monat lern Echo so einiges, neues, nützliches und schräges. Das meiste was er jedoch lern kann er für seinen Vorteil nutzen, denkt er. Er lernt neue Seiten am Schrecksenmeister kenne. Freundet sich mit der Schreckse Izanuela an und beide versuchen sie dem Schrecksenmeister ein Schnippchen zu schlagen um seine düsteren Pläne zu vereilten.

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Meine Meinung

Wie immer kann ich nur sagen, dass es ein „typischer Moers“ war den ich da gelesen haben. Was sage ich da, gelesen. Ich habe ihn wie fast alles von Moers was ich bisher gelesen habe verschlungen. Es war ein ausgewogener Roman und ein ebenso ausgewogenes Lesevergnügen. Moers weiß einfach wie man die Leser in den den Bann und nach Zamonien zieht. Auch, wenn es amüsant war dieses zamonische Märchen zu lesen so war ich doch eher von der tiefgründigen Geschichte gefesselt, die sich viele Jahrzehnte vor Echo Abenteuern abspielte und dafür sorgte das alles so kam wie es kam. Ich mochte „die Kräfte“ des Guten gegen das Böse! Die Schrecksologie gegen die Alchemie. Irgendwie war es Natur gegen Moderne, was man da zum Schluss miterleben durfte.

Moers Der Schrecksenmeister“ war über dies genauso sprachgewaltig geschrieben wie alle seine Zamonien Romane, die ich bis jetzt gelesen habe. Bei einiges Ausdrücken, Namen und sonstigem muss man zwar immer erst etwas Stutzen und sich fragen wie es denn nun eigentlich ausgesprochen wird. Aber an sich finde ich komme ich da immer schnell drüber hinweg und halte mich mit der Aussprache von Namen, Orten und anderem gar nicht groß auf.

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Fazit

Wie immer mochte ich die Geschichte sehr. Sie war spannend, hatte etwas Herzschmerz und wie gesagt auch diesen Zwist „Technologie gegen Natur“. Das spannendste war heraus zu finden wer im Endeffekt gewinnen wird von den beiden. Ein Krätzchen als Held, dass sich gegen das fieseste was in der Stadt wohnte behaupten will war natürlich genauso gut. Aber insgeheim wollte ich doch eher wissen ob die Natur am Ende die Oberhand gewinnt oder vielleicht doch eher die Technologie der Alchemie. Was mich persönlich etwas mies stimmte am Ende war, dass es ein offenes Ende war… Sicher offene Enden haben ihre Vor- und Nachteile! Das gebe ich gern zu und ich mag sie mitunter auch. Und dennoch. Bei Echo Geschichte hätte ich mir gewünscht es würde noch einen ticken länger dauern und Moers würde uns sagen, ob er andere Kratzen trifft und vor allem ob er eine Krätzin trifft oder nicht. (Eigentlich wäre das wieder Stoff für eine neue Geschichte zu Echo und seinen Abenteuern, aber Träumen darf man ja noch, oder?)
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Noch dazu könnte ich wieder mit Zitaten nur so um mich werfen! Da ich aber leider meinen Zettel nicht finde auf den ich mir meine liebsten Zitate aufgeschrieben habe, werden die eventuell ein ander Mal folgen… Oder gar nicht. Am besten würde ich sagen du liest das Buch einfach selbst und schreibst, markierst oder merkst dir deine Lieblingsstellen selbst. (Das klingt verdächtig nach Schleichwerbung, oder?? Entschuldige!)

 

Wasserzeichen

Illustrationen von Walter Moers, zamonien.de 

 

4 thoughts on “[Rezension] Der Schrecksenmeister von Walter Moers”

  1. Hey du liebe🙃
    Ich muss Segen, ich lese momentan den blaubär… Und werde absolut nicht warm damit…. Ich musste irgendwo auf Seite 200 sein, doch das Buch liegt in irgendeiner Ecke und ich mag einfach nicht weiter lesen… Es langweilt mich über alle maßen… Ich habe das Gefühl, dass weder viel passiert noch das ich gut unterhalten werde…
    Ist es normal, dass es am Anfang etwas braucht um in Schwung zu kommen?

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    1. Hi du, schön mal wieder von dir zu lesen
      ❤️
      Meiner Mama ging es genauso, sie ist auch nicht richtig warm mit dem Blaubär geworden und hat das Buch irgendwann zurück in mein Regal gestellt😅

      Ich kann euch beide aber super gut verstehen! Anfangs fand ich es auch irgendwie langgezogen und hab mir gedacht ob es nicht besser wäre aufzuhören. Trotzdem hatte ich mich dann durchgebissen und mich auf Moers Art zu erzählen eingelassen.
      Da er ja doch recht, ich weiß nicht, ausführlich und langatmig erzählt und unwichtige Dinge all zu oft wichtig erscheinen lässt. Und ich fand auch, dass in den ersten Kapiteln nichts weltbewegendes passiert ist. (Bei mir kam der „Durchbruch“ in Kap. 7) Aber wie gesagt, ich hatte mich dann auch auf dieses „lamentieren“ vom Blaubär eingelassen und konnte das Buch dann irgendwann nicht mehr aus den Händen legen (so ging es mir bis jetzt mit jedem Buch von Moers was er über Zamonien geschrieben hat).

      Und ich muss auch ganz ehrlich sagen, Moers Art zu schreiben und zu erzählen nicht Jedermanns Sache ist! Erst letztens hatte ich darüber eine recht lange und hitzige Diskussion mit einer Bekannten, (sie konnte dem Blaubär oder Moers generell nichtwirklich was abgewinnen), wo wir uns dann geeinigt haben, dass jeder anders liest und so weiter und sofort! xD

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    2. Oh, warte! Mir ist grad ein besserer Einfall gekommen wie ich das alles beschreiben kann aus meinem vorherigen Kommentar! xP

      Also; kennst du noch die Serie von und über Käpt‘n Blaubär die damals im Fernsehen lief? Wo er auch immer seinen Enkeln seine verrückten, tollkühnen Geschichten erzählt hat? Genauso, wie die Enkel sich fühlen, fühle ich mich auch immer wenn ein Buch von Moers anfange. Anfangs total gelangweilt und fast am einschlafen, aber irgendwann doch so fasziniert von den Erzählungen und der Art und Weise wie erzählt wird, dass ich nich weghören kann oder in meinem Fall das Buch weglegen kann. xD

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      1. Ich musste ein wenig lachen ^^ wenn das der Grund dafür ist,dass die kikaserie so aufgebaut ist,dann ist das schon fast genial😂
        Aber es ist schön,wenn ich mich nicht allein so schwer tu… Erstmal habe ich pausiert, aber bald geht es bestimmt weiter und du erfährst als erste, wie es mir gefällt 😘

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