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Titel: Madison Mayfield. Die Augen des Bösen
Autor: Rainer M. Schröder
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 24. November 2014
Seitenzahl: 512

Nachdem ihre Eltern vor zweieinhalb Jahren bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen sind, lebt Madison Mayfield in London bei ihrem Onkel und ihrer Tante. Madison selbst hat den Unfall damals nur knapp überlebt und wird seitdem immer wieder von anfallartigen Visionen heimgesucht: Völlig herausgerissen aus dem Hier und Jetzt erlebt sie schreckliche Verbrechen hautnah mit. Jedoch kann sie immer nur die Opfer, nie den Täter erkennen. Es scheint sogar so, als sehe Madison das Geschehen durch die Augen des Verbrechers. Mit aller Kraft kämpft sie gegen diese Visionen an – bis sie eines Tages mit einem Zeitungsartikel konfrontiert wird, in dem einer der Morde, die sie vor Augen hatte geschildert wird. Doch wie kann das sein?


Madison Mayfield, ein junges missverstandenes Mädchen das nach dem tragischen Unfalltod ihrer Eltern bei dem wohlhabenden Onkel und dessen Familie aufwächst. Die Frau und die beiden Töchter des Onkels hegen abgrundtiefen Hass gegen das junge Mädchen und dessen „Eigenarten“. Madison hat nach dem Unfall, bei dem ihre Eltern ums Leben kamen nämlich Visionen. In diesen Visionen hat sie Einblicke in einige, bestimmte Szenen aus dem Leben eines Mannes. Sie nennt ihn Ruby, da ein markantes Erkennungsmerkmal der Rubinring ist, den der Mann am Finger trägt. Die meisten Szenen die Madison sieht, sind Vorbereitungen zu Morden und die Morde selbst. Besonders ist bei dem Ganzen das sie, einen Mord nie mehr als zweimal sieht. Beide Male sind die Vorgehensweise von Ruby anders wie er die Morde begeht.

Da Madison wie gesagt ein schlechtes Verhältnis zu ihren Verwandten hat, kann sie ihnen auch nichts weiter zu den Visionen erzählen, da sie sie eh schon für Verrückt halten und sie auch schon einmal deswegen im Sanatorium war. Später kann sich Madison jedoch ihrer Gesellschafterin Leona anvertrauen mit der sie sich auch zunehmend gut versteht und für die sie Gefühle weit über dem Freundschaftsverhältnis hinaus hegt. Die beiden erleben gefährliche Abenteuer, um herauszufinden warum und wieso Madison aus gerechnet diese Bilder sieht. Die jungen Frauen lernen einen ehemaligen Scottlandyard-Ermittler kennen der Madison erzählt wie sie diese Visionen kontrollieren kann und dass es nicht nur Verrücktheiten sind, sondern das Madison einen wahren Mörder und dessen Morde „beobachtet“.

 

Meine Meinung

Um ehrlich zu sein weiß ich nicht so recht was ich für eine Meinung zu diesem Buch habe.

Ich fand die Thematik und das alte London interessant. Mir gefiel auch das Madison „Visionen“ hatte und durch die Augen eines anderen (Die Augen des Bösen wie sie es nannte) die Morde beobachten konnte. Die Geschichte hatte Witz und war zu teilen auch sehr spannend und dennoch… Warm geworden bin ich mit dem ganzen leider nicht. Irgendwie hat immer etwas gefehlt oder es war zu viel von irgendwas.

Noch dazu fand ich Madison die meiste Zeit einfach nur unsympathisch und nervig. (Sie erinnert mich, jetzt beim Schreiben der Rezension sehr an Coraline von Neil Gaiman…) Natürlich, dass Mädchen hat eine schwere Zeit durchgemacht und hat vor ein paar Jahren ihre Eltern verloren und wächst bei Verwandten auf, die sie offensichtlich hassen und dennoch. Madisons ihr Schutzwall aus Hochnäsigkeit und zickigem Verhalten hat mich immer wieder in Versuchung geführt leise und innerlich zu fluchen. Zu allem Überfluss fand ich Madison UND Leona sehr SEHR naiv! Bei Madison kann ich es verstehen, sie ist in behüteten Verhältnissen aufgewachsen, da kann ich es wie gesagt irgendwie verstehen. Aber bei Leona? Da leuchtet mir diese Naivität so gar nicht ein, anfangs vielleicht schon aber später eher zum Ende des Buches dachte ich „WTF, du von allen Anwesenden hättest anders reagieren müssen!!“
Als nächstes fand ich es immer wieder faszinierend wie sicher sich Madison ihrer gesellschaftlichen Stellung war. Immer wieder lehnt sie sie ab (sie hasst ja buchstäblich ihre Tante und Cousinen dafür, dass sie besser dastehen als sie selbst) und dennoch erwartet sie z.B. vom Personal das man sie genauso privilegiert behandelt wie den Rest der Familie. Das Ganze gab so ein Feeling von „verbogen“ ab. Sie hasst es auf der einen Seite und auf der anderen Seite verlangt sie so behandelt zu werden wie der Rest der Adligen Familie, leuchtete mir irgendwie nicht ganz ein, aber ok.

 

Fazit

Ich bin, wie gesagt mit dem Schreibstil und der eher schleppende Erzählung so gar nicht warm geworden. Leider! Ich mochte wie gesagt die Thematik! (Ich hab ja so ein leichtes Faible für die viktorianische Zeit). Das meiste in diesem Buch war für mich vorhersehbar und das obwohl ich vorher keines von Schröders Büchern gelesen habe. Es lag einfach am Schreibstil, finde ich. Dieses ganze ab und an bis ins kleinste Detail erzählte nahm der Handlung die Spannung. Immer dann, wenn ich dachte der Spannungsbogen geht etwas nach oben oder hält sich vielleicht im oberen Bereich, stürzte er unbarmherzig ab und nahm mir jegliches „Oh Gott hier passiert gleich etwas wirklich Nervenzerreißendes“, kam ich weiß nicht, nichts? Ok, nichts kam auch nicht aber die Spannungsszenen wurden so breitgetreten und so langatmig erzählt das zum Schluss der Pfiff fehlte und ich im Endeffekt keine Ahnung mehr hatte um was es eigentlich ging.

Das Übersinnliche an Madison war mal etwas anderes. Hatte ich schon lange nicht mehr gelesen. Und das es mal nicht in 21. Jahrhundert spielte war auch eine willkommene Abwechslung, deswegen konnte ich mich doch zu 3 Sternen bei goodreads durchringen glaube ich. Es war ein netter Zeitvertreib, der sich schnell lesen ließ aber wirklich viel behalten hab ich von der Geschichte nicht und muss sie auch kein 2. Mal lesen, wenn ich ehrlich bin.

 

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