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Titel: Rumo & die Wunder im Dunkeln
Autor & Illustrator: Walter Moers
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 01.08.2004
Seitenzahl: 702

Eines Morgens wittert der kleine Rumo, der wie jeder Wolpertinger bei geschlossenen Augen mit der Nase sehen kann, den silbernen Faden, der das Glück verheißt. Doch bis dahin gilt es unvorstellbaren Gefahren zu trotzen: Rumo Kämpft gegen bestialische Zyklopen, befreit seinen Lehrmeister Smeik von der Teufelsinsel, schlägt sich mit tumben Blutschinken, begegnet einem genialen Schüler von Professor Abdul Nachtigaller – und gelangt schließlich an das idyllische Wolperting, wo er den Ursprung des silbernen Fadens findet. Als eines Tages seine aus der Ferne Angebetete Rala mitsamt allen Bewohnern der Stadt verschwunden ist, steigt Rumo mit seinem Sprechenden Schwert in die Untenwelt, um Rala zu suchen. Doch dort lauern weitere unvostellbare und tödliche Abenteuer auf den jungen Helden…


rumo.jpgRumo & die Wunder im Dunkeln, ein weiteres Meisterwerk von Walter Moers. Es ist ein offenes Geheimnis, das ich mich in seine Bücherwelt verliebt habe, deswegen kommt hier endlich eine weitere Rezension:

Den kleinen Rumo haben wir schon in den Die 13 ½ Leben den Käpt’n Blaubär kennengelernt. Blaubär und der Rettungssaurier Mac retten den kleinen Wolpertinger und seine Geschwister davor von einem Bollog zerdrückt zu werden. Dieses Ereignis ist aber nicht wirklich von Bedeutung, nur ein kleiner Hinweis auf die Verbindung der beiden Bücher. Die Rezension zu Blaubär Abenteuern kannst du übrigens [HIER] nachlesen.

Das Leben des kleinen Wolpertingerwelpen beginnt unspektakulär, er hat alles was man sich wünschen kann; er wächst auf einem Fhernhachener Bauernhof auf und die einzigen Probleme, die er hat, sind sein schmerzendes Zahnfleisch und die Ganz, die um einiges größer ist als er. Wolpertinger gelten als DIE niedlichste Lebensform in ganz Zamonien, zumindest bis ihr rasantes Wachstum Fahrt aufnimmt und sie zu einer der stärksten Bewohner des Kontinents werden lässt. Der kleine Rumo, der seinen Namen erst viel später bekommt weiß von alledem nichts und seine Wachstumsphase steht ihm noch bevor.

Seine Jugend verbringt er jedoch abgeschirmt von seinem silbernen Faden, den er nur einmal sehen konnte und von dem er nicht weiß was dieser für ihn bedeuten soll, in einer dunklen Grotte auf dem Teufelsfelsen. Auf diesen Teufelsfelsen muss er immer damit rechnen von den üblen Teufelszyklopen gefressen zu werden. In dieser Zeit lernt der junge Wolperinger jedoch auch die Haifischmade Volzotan Smeik kennen. Eben dieser gibt Rumo seinen Namen, erzählt ihm Geschichten, lehrt ihn das Sprechen und klärt Rumo auf, was er überhaupt ist.

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Durch einige gut durchdachte Zufälle, und Rumos außergewöhnlichen Kämpfertalent, gelingt es den beiden Freunden von den Teufelsfelsen zu fliehen. Wieder an Land beginnt Rumos Abenteuer erst so richtig. Nach einer Weile trennte er sich von Smeik und folgt seinem silbernen Faden, der ihn schließlich nach Wolperting. Einer Stadt, die nur von Wolpertingern bewohnt wird. Hier lernt Rumo alles wichtige, was ein Wolpertinger zum Überleben brauch. Er begegnet der Quelle seines silbernen Fadens, Rala und begibt sich für sie auf ein neues dramatisches Abenteuer in die Untenwelt.

Meine Meinung

Nachdem ich etwas gefrustet war von Ensel und Krete. Ein Märchen aus Zamonien, war ich mir nicht sicher ob und wie mir Rumo & die Wunder im Dunkeln gefallen wird. Die Rezension zu Ensel und Krete kannst du übrigens [HIER] lesen. Trotz aller anfänglicher Skepsis war ich schnell von Rumo begeistert. Es war niedlich (der Wolpertingerwelpe) und war spannend, doch schnell merkte ich, dass Rumos Geschichte nicht ganz so „Kinderfreundlich“ werden würde, wie die Geschichte von Blaubär! Es floss überraschend viel Blut und teils waren die Beschreibungen sehr detailliert und jagten mir gruselige Schauer über den Rücken. Der knuffige Wolpertinger Welpe war bald Geschichte und damit wurde mir auch die „rosarote“ Brille von der Nase geschlagen.

Der Roman ist spannend, witzig und hat Herz alles was eine gute und ausgewogene Geschichte für meinen Geschmack braucht. Moers Erzählweise hat mich wieder mit dem Helden mitfiebern lassen auch wenn ich einige Stellen im Buch recht langgezogen fand. Besonders im „zweiten Buch“ Untenwelt fing ich oft an zu denken, „Sind wir bald da?“. Aber irgendwie musste man wohl 702 Seiten vollbekommen, auch wenn ich mir dann irgendwann gewünscht hätte Moers hätte die Geschichte in weniger Seiten verpackt.

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Fazit

Nichtsdestotrotz entführt Moers den Leser wieder auf den spannenden und irgendwie bizarren Kontinent Zamonien, mit seinen bunten, skurrilen und vielfältigen Lebensformen. Es werden einige Elemente von den vorherigen zwei Büchern aufgegriffen und in die Geschichte eingebunden. Natürlich geschieht dies auf einer ganz anderen Ebene, und gibt auch viele Einblicke in Zamoniens dunkle Seite, von der selbst Blaubär nichts erzählte. (Vielleicht weil auch er nichts von ihr wusste.)

Ich kann das Buch nur jedem empfehlen. Man muss nicht zwingend die beiden vorherigen Romane der Zamonienreihe gelesen haben. Wie schon die vorherigen ist Rumo & die Wunder im Dunkeln eine abgeschlossene Geschichte, die nur „rein züfällig“ auf dem gleichen Kontinent spielt und Rumo und Blaubär sich „kennen“. Für jeden Walter Moers und Zamonien-Fan ein muss, oder auch für die die es noch werden wollen. Auch, wenn es ab Seite 400 recht schleppend mit Rumo und seiner Geschichte voranging.


Das war sie also, die Rezension zu Rumo & die Wunder im Dunkeln. Es hat eine Weile gedauert bis ich die Rezension schreiben konnte und nachdem ich das Buch ausgelesen hatte, musste ich auch erst einmal eine kleine „Moers-Pause“ einlegen. Ich mag die Bücher wirklich, aber irgendwann wird einem Zamonien doch zu viel. Was ich in der Zwischenzeit so gelesen habe, hast du die letzten Tage in den vorherigen Rezensionen lesen können! Und diese Auszeit war gut, denn nach Rumo übernimmt Hildegunst von Mythenmetz das Zepter und erzählt seine Geschichte. (Wir wissen beide wie ich im Märchen über Ensel und Krete auf Mythenmetz reagiert habe, wenn du die Rezension dazu gelesen hast. Irgendwo hier im Text habe ich sie auch noch verlinkt, lies also mal rein, falls du magst! 😉 )

Am Samstag kommt die nächste und vorerst letzte Buchrezension! Ich muss jetzt erstmal wieder ein neues Buch auslesen bevor ich meinen Senf dazu geben kann. Was ich jetzt aber schon verraten kann, das Buch was ich zurzeit lese ist (trommelwirbel) Die Stadt der Träumenden Bücher vooooon… Na, von wem wohl? Natürlich! Walter Moers, oder sollte ich doch lieber Hildegunst von Mythenmetz als Autor nennen? Moers übernimmt diesmal nämlich nur die „bescheidene“ Rolle des Übersetzers (zwinker), da Mythenmetz der Autor dieses jetzt schon sehr faszinierenden Romans ist.

Bis morgen dann, da kommt dann nämlich ein (hoffentlich) schöner und durchdachter Monatsrückblick.

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Beitragsbild: Photo by Cathy Mü on Unsplash
Illustrationen: Walter Moers, zamonien.de

*Alle rezensierten und vorgestellten Bücher wurden von mir selbst gekauft. 

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