Ist schon irgendwie geil, wenn man todmüde ist aber dennoch nicht zur Ruhe kommt um 2 Uhr nachts. Man einfach nur ganz laut seinen Frust, seine Wut und alles andere Unangenehme rausschreien will. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die Nachbarn und vielleicht sogar das ganze Viertel nicht so begeistert wäre, wenn ich meinem Ärger mitten in der Nacht Luft mache. Und dabei ging der Donnerstag gut los, bis es dann am Nachmittag/Abend irgendwie bergab ging. Irgendwie ging diese Kurve von +100 auf -10000 und vielleicht sogar noch weiter nach unten. Ja, ich sitze sogar mit meiner Beißschiene (ich habe einen irre festen Biss und zu weilen heftige Schmerzen, im Laufe des Tages, meistens aber Morgens, weil ich zu fest zu beiße…), die ich im Sommer von meinem Zahnarzt verpasst bekommen habe vor dem Pc, weil ich durch diesen Ärger meine Kiefer aufeinanderpresse, als wären sie ein Schraubstock, den man immer fester zieht. Und warum dieser ganze Ärger und Frust? Aus dem einfachen Grund, dass ich wieder nicht NEIN sagen konnte. Dieses kleine Wörtchen mit den vier Buchstaben wird nochmal mein Untergang sein. Ich höre jeden Gedanken im Gehirn knacken, wie ein Zahnrad was sich einfach immer weiterbewegt mit kleinen Unterbrechungen, denn leider hilft auch momentan kein Buch um mich wieder auf Kurs zu bringen. Ich kann zwar während des Lesens abschalten, aber sobald ich das Buch aus der Hand lege oder mich für einen kurzen Augenblick auf etwas andere „konzentrieren“ will schweifen meine Gedanken zu diesem Theater ab. Und irgendwie steigere ich mich nur in das Thema hinein je länger ich wach im Bett liege und mir Szenarien ausdenke wie es hätte anders laufen können oder was ich morgen oder über Wochenende noch zu diesem Thema sagen könnte.

Worauf mein Ärger hinausläuft möchte ich gar nicht groß Erläutern, weil ich es nicht mag über meine Familie zu meckern und zu weilen vielleicht auch herzuziehen. Ich bin mir der Ironie bewusst, dass der letzte Satz schon dazu führt, dass ich über meine liebsten Anverwandten herziehe. Aber wie gesagt das ganze Theater ist nur mal wieder, weil ich meine Klappe nicht aufbekommen habe und ganz klar gesagt habe; „NEIN, das krieg ich nicht auf die Reihe, so gerne ich dir helfen wollen würde. Ist das richtig, das „wollen würde“? Sieh mir bitte jegliche Rechtschreib- und Grammatikfehler nach, es ist viertel drei, wenn ich fertig bin mit diesem „Gedanken rausschmeißen“ wird es sicherlich noch wesentlich später sein. Haha, ich freu mich dann schon im Falle eines Falls auf den Blick von meinem Paps, wenn der aufsteht, sich für die Arbeit fertig macht und bei mir Licht brennen sieht. Entweder er kommt rein und fragt was bei mir denn gerade schiefläuft, oder er denkt sich seinen Teil, bis er Abend von der Arbeit kommt und mich dann erst fragt… Haha.

Ich will mich auch nicht jeden in der Nähre wach machen wie gesagt. Ganz besonders nicht meine Eltern. Aus dem diesen Grund dieser „pöbel-Beitrag“ aus dem Schatten der tiefsten Nacht. Ich will mit meinem rumgedallere und dem versuch leise zu sein, Gefahr laufen die beiden zu wecken. Das einzige was ich mir vielleicht noch machen werde ist eine neue, schöne warme Tasse Tee und dann verkrieche ich mich wieder vor dem Schreibtisch. Natürlich weiß ich das die Art und Weise mancher Familienmitglieder, die beiden auch nervt, nur gehen sie, zumindest mein Paps, anders damit um. Sie regen sich eine Weile auf. Meckern wie Rohrspatzen und gut ist. Ich hab dieses Talent irgendwie nicht geerbt. Vielleicht ist mir aber in meinem Alter das dazugehörige dicke Fell noch nicht gewachsen, was es braucht um sowas abschütteln zu können. Vielleicht nehme ich die ganze Sache auch ernster, weil ich ja schließlich selbst schuld daran bin, dass ich nicht NEIN sagen konnte. Mal wieder um genau zu sein. Aber ich fange an mich zu wiederholen und gehe dir sicher mit meiner passiv-aggressiven Art auf den Keks. Und ganz ehrlich? Ich hoffe nicht, dass du diesen Beitrag nach oder während des Frühstücks liest, sondern später, wenn das erste Glücksgefühl „Heute wird ein guter Tag“ vor lauter Müdigkeit und Arbeitsstress verflogen ist.

Na dann, wir sehen uns hoffentlich in einem fröhlicheren Beitrag wieder der nicht mit rumgeplerre und der Gleichen meinerseits vollgestopft ist. Mir geht es zumindest eeeeetwas besser da ich meinen Gedanken Luft machen konnte (sonst wäre ich vielleicht doch noch im Pyjama vor die Tür gerannt und hätte laut durch die Gegend geschrien…)

 

Man glaubt es kaum aber den Gedanken Luft zu machen hilft wirklich. Deswegen, schrei dich aus, heul dich aus auf welche Art und Weise auch immer das Kommentarfeld ist dein!

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Photo by Rob Potter on Unsplash

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