Hallöchen!

Wir haben die Halbzeit für diesen wunderbaren Adventskalender erreicht und ich kann dir gar nicht sagen, wie viel mir diese 12 Tage schreiben bis jetzt gebracht haben! Diese kleinen Denkabstöße, die so vielseitig genutzt werden können sind einfach grandios! Es waren ja auch schon einige Türchen bei, in denen ich dir etwas mehr über mein Projekt anvertrauen konnte und es tat so gut endlich mal wieder über mein Projekt zu schreiben und nachzudenken.

Ich sage leider viel zu oft, wenn ich einen Geistesblitz notiere, „ach das kommt erstmal dahin, da wirst du es schon wiederfinden, wenn du dieses oder nächstes Wochenende dein Projekt mal wieder rauskramst!“ Ich würde jetzt gerne schreiben, gesagt getan! Aber so ist das nicht. Die Zettel mit einigen Geistesblitzen versauern schon seit Monaten im Ordner! Einige versauern und setzten dort schon seit über einem Jahr staub an. Ich weiß, einige werden sagen „Versteh ich nicht! Wenn du etwas willst musst du es machen! Einfach ran an den Speck und aufhören zu jammern!“ Ja, so einfach ist es bei aller Liebe nicht! Zumindest nicht, wenn du lange mit deinen inneren Dämonen zu kämpfen hast, die dir jegliche Motivation und Inspiration nehmen. Genauso schlimm, oder noch schlimmer ist es, wenn du dir irgendwann selbst einredest, dass es eh nicht mehr sein wird als ein kindischer Traum, den du vor 13 Jahren angefangen hast und den du so wie deine Masterarbeit nicht auf die Reihe kriegen wirst!

Ja, solche Gedanken sind glatter Selbstmord für die Fantasie und Träume. Aber gut, ich hab mich Gottseidank aus dieser schweren Zeit geboxt und fange jetzt so langsam wieder an auch mal an das schöne im Leben zu denken. Und das ist für mich mein Schreibprojekt. Auch, wenn es vielleicht niemals so wirklich groß veröffentlicht wird, kann es mir ja eigentlich herzlichst egal sein! Ich schreibe ja nicht um die nächste J.K. Rowling zu werden oder der nächste J.R.R. Tolkien! Ich schreibe für mich und für die Leute, die nicht mit dem Augen rollen, wenn ich ihnen sage ich Lese zwar gern, aber ich schreibe auch an meiner eigenen Geschichte die ich irgendwann mal gebunden in den Händen halten will.

Aber gut, ich schweife ab! Und das obwohl das heutige Thema hinter Türchen 12, an und für sich schon einen längeren Beitrag verdient hat.

Heute geht es nämlich um dieses Thema hier, also los geht’s!

Türchen 12 – Plotten: Wie plottest du beim Schreiben? Hast du ein bestimmtes Vorgehen, oder etwas, was du gar nicht kannst? (zb viel plotten oder gar nicht, immer nur die nächste Szene plotten etc. Ausführlich plotten oder nur ganz grob, handschriftlich, mit Programmen am Pc oder mit Hilfe von bestimmten Methoden anerkannter Autoren.)

Plotten! Oh weh! Ich muss ganz ehrlich sagen, bis vor 2-3 Jahren habe ich mir nie und nimmer Gedanken über das Plotten gemacht. Ich wusste nicht einmal das es sowas überhaupt gibt! Wenn ich geschrieben habe, habe ich das was mir gerade so in den Sinn kam aufgeschrieben. Was ich aber damals schon als „System“ eingebaut hatte war, dass ich alles per Hand, also Stift und Papier vorgeschrieben habe. Ich hatte also sozusagen ein „fertiges“ Manuskript in den Händen als ich dann anfing, dass ganze in ein Word-Dokument einzutippen. Das mit dem handlichen Vorschreiben, mache ich auch heute noch gerne! Da ich merke, immer wenn ich mit Stift und Papier arbeite, anders schreibe als auf den Pc. Auf dem Pc ist es immer so unfassbar leicht, das geschriebene wieder zu löschen! Auf dem Papier ist das schon schwieriger und auch, wenn es länger dauert mit dem Schreiben so, schreibe ich achtsamer und überlegter.

Für die Zukunft würde ich mir gerne vornehmen etwas gründlicher und überlegter zu Plotten! Nicht, dass ich alles bis in klitzekleinste Detail plotten und planen will, aber das grobe. Sprich, dass Gerüst meiner Geschichte soll stehen und unverändert bleiben. Die Szenen sollen schon grob stehen und um die kleinen Details, kann ich mich auch während ich schreibe kümmern. Dafür hab ich mir vor nicht allzulanger Zeit, das Buch Plot & Struktur – Dramaturgie, Szene, dichteres Erzählen von Stephan Waldscheidt gekauft. Das Buch verspricht ein „Meisterkurs im Romane schreiben“ zu sein und ich wollte es gerne mal ausprobieren und sehen ob es mir auf dem Weg zu einem durchdachteren Plotten hilft. Und was ich ganz nett fand, sind die 66 Musenküsse, so dass man das Buch auch gleichzeitig als „Arbeitsbuch“ nutzen kann.

Neben dem Buch schaue ich auch gerne auf die Tips und Tricks von Marcus Johanus die er auf seinem Blog teilt. Auch er hat wirklich immer gute Tips parat an die man sich auch halten kann! 🙂 Auch bei ihm werde ich mir 2019 den ein oder anderen Ratschlag zu Herzen nehmen!

Bezüglich des Buches und meiner Arbeitsweise werde ich dich natürlich auf dem Laufenden halten! Ich werde das Plotten und meine Geschichte erst im neuen Jahr in Angriff nehmen, also wird es jetzt vor Weihnachten oder Neujahr nichts mehr. Aber danach fange ich wirklich mal wieder an mich als Hobby Schriftsteller etwas präsenter zu geben!

Und ansonsten, nehme ich keine weiteren (digitalen) Hilfsmittel, wenn es ums Plotten geht. Ich plane und „notiere“ ungern auf dem Pc, da sich das für mich immer nicht so echt anfühlt, (Ich weiß, klingt komisch)! Aber Notizen müssen für mich greifbar sein, also auf einem Stück Papier geschrieben sein oder in einem Notizbuch verewigt, wo man sie nur nachschlagen brauch! Wie ich dir in diesem Beitrag [HIER] schon einmal erzählt und gezeigt habe, habe ich für die wichtigsten Themen zu meinem Projekt drei Notizbücher, die ich auf eifrig nutze. Ich weiß, manch einer denkt jetzt sicherlich, „Gott wie umständlich!“, aber diese „Arbeitsroutine“ betreibe ich schon seit Jahren, also warum soll ich groß umdenken und rumprobieren, wenn sie passt und mir Übersicht verschafft.

Ich weiß, die Hälfte des Beitrags ist wieder so „melancholisches Geschwafel“ von mir. Aber irgendwie musste das mal raus, haha. Ansonsten hoffe ich der Beitrag und der Einblick in wie ich Plotte, nämlich bis jetzt noch gar nicht, hat dir ein bisschen gefallen… xD

Lass mir wie immer gerne einen Kommentar mit deinen Gedanken zu dem Thema da! Ich würde mich riesig freuen!

Bis die Tage <3

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2 thoughts on “[#xmaswritingchallenge] Türchen 12 – Plotten”

  1. Sehr interessant! das Buch kannte ich noch nicht und habe es mir direkt mal notiert, Danke dir! 🙂 Vielen lieben Dank für dein Lob, das freut mich so unheimlich! Ich hatte so Angst, das fast niemand mit macht etc und dann haben so viele mit gemacht und auch noch das lob, hach Danke.
    Ich finde auch Plotten ist eine Philosophie für sich und ich habe da auch noch nicht den richtigen Weg für mich gefunden, aber noch habe ich etwas zeit 😉
    Liebe Grüße Nadine

    0

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